"Philosophie"

Grundsätzliche Gedanken zu grundsätzlichen Fragen

Hier nehme ich mir Raum, über das zu schreiben, was mir wichtig ist. Als Coach und Mensch. Jetzt kommt also Text. Ich freue mich, wenn Sie ein wenig Lese-Lust bekommen.

Über Coaching

Was ist das eigentlich?

Coaching ist persönliche Begleitung durch einen, der ausgebildet (= "professionell") und trainiert im Zuhören, Fragen und Sortieren ist. Er soll warmherzig sein und objektiv, verständnisvoll und sachlich. Man will, dass er einem als Klienten hilft und neue Perspektiven schafft. Oder alte Lebensfragen stellt. Das alles passiert in einem geschützten Raum, diskret und vertraulich.

Bei aller viel beschworenen Professionalität und kommunikativen Kompetenz des Coachs bleibt eine Coaching-Sitzung eine Begegnung zwischen zwei Menschen. Dass die "Chemie" stimmt, ist für beide Seiten wichtig. Ohne Authentizität geht es nicht, denn ein Coach, der sich hinter einer Fassade versteckt, wird keine tragende Beziehung zum Klienten aufbauen können. Und umgekehrt wird ein Klient, der sich nicht öffnet und nichts von sich preisgibt, von seinem Coaching wenig haben. 

Coaching und Therapie

Coaching ist nicht gleich Therapie. In der Therapie geht es primär darum, mehr oder minder tiefe seelische Verletzungen zu heilen. Es steht wohl deshalb mehr persönliche Vergangenheit im Raum. Im Coaching arbeitet man mit psychisch "gesunden" Menschen. Man bewegt sich stärker "nach vorne", konzentriert sich auf Ziele und deren Realisierung.

Trotzdem berührt auch Coaching nicht nur oberflächlich. Gemeinsam stoßen Coach und Coachee auf unbekannte Anteile des Selbstbilds, und dabei auch auf abgelehnte, ungeliebte, die einschränkend wirken. Damit wird gearbeitet. Desgleichen entdecken Coach und Klient neue Potentiale, unerkannte Möglichkeiten der Entwicklung. Einschränkung oder Verhinderung und Potential sind letztlich zwei Seiten einer Medaille. Der Coaching-Prozess ähnelt in dieser Phase einer "Schatzsuche": In jedem Menschen ruht ein großer Reichtum an noch ungenutzten Möglichkeiten.

In anderen Phasen geht es hauptsächlich um eine Bestandsaufnahme im Leben, ums Klären und Sortieren. Es geht darum, Bekanntes neu zu betrachten, die Perspektive zu wechseln. In wieder anderen Phasen steht die Umsetzung der Coaching-Ziele im Vordergrung, es wird konkret, geht in die Wirklichkeit.

Worum es geht

Für mich als Begleitende oder Coach, aber auch als Begleitete oder Coachee erlebe ich das als bedeutsam:

  • Selbsterkenntnis und Persönlichkeit: Wer bin ich? Was macht mich aus? Was sind meine Licht-, was meine Schattenseiten?
  • Wünsche, Ziele, Visionen: Wer will ich sein? Was will ich tun? Wohin mich entwickeln? Wer will ich im Zusammenspiel mit anderen sein, als "wir"?
  • Sinn und Glück, Sinnkrisen, Lebensumbrüche: Wann fühlt sich das Leben richtig und erfüllend an? Was macht mich glücklich, wann bin ich im "Flow"? Wie gestalte ich mein Leben so, dass ich damit zufrieden bin? Wie gehe ich mit einer Krise um? Was lerne ich daraus? Wie entwickle ich mich weiter?
  • Fähigkeiten, Kompetenzen: Was kann ich? Was kann ich, weiß es aber nicht oder wertschätze es zu wenig? Was kann und will ich noch neu lernen? Welche meiner Fähigkeiten liegen brach und verdienen es, wieder ausgelebt und weiterentwickelt zu werden?
  • Umsetzung: Wie setze ich meine Ziele mit Hilfe meiner persönlichen Möglichkeiten um? Welche Gangart tut mir gut, wie kann ich das, was ich mir wünsche, auf eine mir gemäße Weise verwirklichen?

Bewegte Zeit - Zeit für Bewegung!

Die Gesellschaft ...

Wir leben in einer bewegten Zeit. Die gesellschaftlichen Herausforderungen sind maximal, sie haben ebenso globalen wie nationalen, regionalen wie individuellen Charakter. Von Kriegen, Flüchtlingsströmen, Armut und sozialer wie ökologischer Ungleichheit, vom unvorstellbaren Ausmaß der Naturzerstörung finden sich unsere Denk- und Lebensgewohnheiten derzeit im Kern in Frage gestellt. Wer sich als Handelnder nicht hinterfragt, der, so denke ich, verdrängt. Wir alle sind von den Veränderungen betroffen.

... sind wir selbst

Betroffen sind wir auch, weil uns schon früh bestimmte Vorstellungen über uns selbst und die Welt als "neutral", "normal", "notwendig" antrainiert worden sind. Weniges davon ist naturgegeben, das meiste kann und muss neu verhandelt werden. Es gilt, mit Selbstverständlichkeiten zu brechen, mit Glaubenssätzen und "Dogmen", die wir seit vielen Jahren verinnerlicht haben. Zum Beispiel die unhinterfragte Positiv-Bewertung von sichtbarer Leistung, sozialer Stellung und materiellem Besitz. Oder das sozio-ökonomisch als "alternativlos" hingestellte Wachstumsparadigma der westlichen Gesellschaften. Ich denke an die narzisstische Abhängigkeit von Konsumgütern (Markenartikel etc.) und an die Gefangenschaft in und durch mediale Selbstdarstellung.

Individuell wie kollektiv ist es nicht nur möglich, sondern in besonderem Maße notwendig, unsere fixen Muster in Denken, Fühlen und Handeln zu verflüssigen. Wir müssen uns hinterfragen. Wenn wir es schaffen, vorurteilsfrei und ganz neu hinzuschauen - als Einzelne und als Gemeinschaft - sind wir einen großen Schritt weiter.

Wir müssen unser Ändern leben

Um sich zu entwickeln, ist persönliche Stabilität hilfreich. Wer viel Angst hat, hält fest und "macht zu". Und umso wichtiger ist der kreative Umgang mit Hemmungen und Ängsten. Umso wichtiger ist grundsätzliches Vertrauen und eben auch Selbstvertrauen: Ja, Veränderung ist (mir, uns) möglich!

Durch die Dynamik des bewussten Wandels, in der gewollten persönlichen Bewegung also, entstehen neue Handlungsräume. Stück für Stück entsteht Freiheit.

Ich bin sicher, dass wir loslassen und überwinden lernen können, was uns eng und klein macht, und dass dieser Prozess eine eigene Kraft entfaltet. Das ist durchaus ein kollektives Ziel, es erfordert gesellschaftspolitisches Bewusstsein, Austausch und Solidarität. Zum einen. Zum anderen ist es ein persönlicher Prozess - hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein und weg von einem Lebensgefühl, das sich aus Einschränkungen und Ängsten speist -, und dieser Prozess erfordert Arbeit an sich selbst.

 

Wenn (mein) Coaching auch einen Beitrag zu

  • Selbstbewusstsein und Neugier - statt Angst
  • Kreativem (Hinter-) Fragen - statt Affirmation und Resignation
  • Auf- und Ausbruch, Neubeginn - statt Anpassung
  • Solidarität, Kooperation und Empathie - statt Egomanie und Konkurrenz

leistet, dann bin ich glücklich!

 

"Die Macht dem neuen Menschen und der Revolution, die er in sich trägt."

Carl R. Rogers

Coaching kreativ

Heidi Korf

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